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 0180-Shared cost Rufnummer 

Warum 0180-Rufnummer?

Nummern aus diesem Rufnummernkreis werden eingesetzt, wenn der Inhaber
  • auch eine "Servicenummer" bieten, dafür selbst aber möglichst wenig bezahlen möchte.
  • den wirklichen Standort der Anrufentgegennahme nicht bekanntgeben möchte. 0180-x ist "routbar", kann also nach verschiedenen Kriterien flexibel weitergeleitet werden (Festnetz, Handy, Ausland).

Nachteile:

  • Bei einigen 0180-x Rufnummern, insbesondere der 0180-5 Rufnummer, zahlt der Anrufer in der Regel deutlich mehr als für ein gewöhnliches Festnetzgespräch. Darüberhinaus ist bei Sonderrufnummern kein Call by Call möglich. Der Anrufer kann somit den relativ hohen Kosten nicht ausweichen.

Anwendungsgebiete für 0180-Servicenummern:

  • Bestellservice aus allen Branchen
  • Hotlines ...

Gesprächskosten für den Anrufer:

  • 0180-1 (bis zu 4,1 Cent pro Minute)
  • 0180-2 (bis zu 6,2 Cent pro Gespräch)
  • 0180-3 (bis zu 12,4 Cent pro Minute)
  • 0180-4 (bis zu 24,7 Cent pro Gespräch)
  • 0180-5 (bis zu 24,7 Cent pro Minute)
Ursprünglich mal sollten sich bei 0180-Gesprächen Inhaber und Anrufer die Telefonkosten teilen. Eine 0180-5 sollte so teuer sein wie ein Ferngespräch, eine 0180-3 so teuer wie ein Regio-50-Gespräch seligen Angedenkens. Das "Costsharing" sah ursprünglich so aus, dass der Anrufer bei 0180-5 100% bezahlte (also die Kosten komplett übernahm), bei 0180-3 der Inhaber einen kleinen Teil zuzahlte.

Ganz am Anfang stimmte der Preis immerhin untertags unter der Woche (48 Pf/min für eine 0180-5, 24 Pf/min für eine 0180-3). Damals gab es als Gesprächsanbieter nur die Deutsche Telekom :-). Schon abends allerdings ergab sich ein Unterschied: 0180-x kosten unabhängig von Uhrzeit und Wochentag immer das Gleiche, während Abend- und Wochenendtarife der Deutschen Telekom schon immer billiger waren als Untertagstarife.

Dann kam die Telefon-Liberalisierung, im Zuge derer die Gesprächspreise teilweise auf ein Zehntel geschrumpft sind. Die 0180-Tarife wurden nur einmal angepasst (nämlich auf 12 ct/min und 9 ct/min halbiert), aber auch diese Preise liegen deutlich über denen, die die Deutsche Telekom heute verlangt, von anderen Anbietern ganz zu schweigen. Heute sind 0180-5 und 0180-3 einfach nur zu teuer.

Man darf davon ausgehen, dass der Inhaber die Schutzgebührwirkung einer 0180-5 nutzt (weniger Inanspruchnahme) und gleichzeitig den positiv besetzten Begriff "Servicerufnummer". Eigentlich sollten "Servicerufnummern" ja die Vorwahl 0800 haben! Man kann als Anrufer weiterhin erwarten, dass eine 0180-x auf ein Callcenter führt (von Spöttern "Verkohlungscenter" genannt), man also an den eigentlichen Adressaten nicht herankommt.

Mittlerweile darf eine 0180-5 in der Telekomrechnung nicht mehr als Telefonnummer für Rechnungsreklamationen angegeben werden. Findige Telekomfirmen hebeln das geschickt aus: Sie schalten an der vorgeschriebenen 0800 einen Anrufbeantworter, der behauptet: "Alle Auskunftsplätze sind belegt, rufen Sie doch die 0180-5-abcd an!")

Als Selbsthilfe gegen 0180-5 und 0180-3 gibts im Internet das "0180-Telefonbuch", in dem eine Reihe von alternativen Festnetznummern gesammelt sind.

Die 0180-Rufnummer ist auch aus dem Ausland erreichbar (0800- oder 0190-Rufnummern nicht). Der Anrufer zahlt die normalen Auslandsgebühren nach Deutschland. Es hat diesbezüglich in der Vergangenheit allerdings Probleme gegeben. Im Allgemeinen ist es keine besonders glückliche Idee, eine Sonderrufnummer schalten zu lassen, wenn man aus dem Ausland sicher erreichbar sein will (Allerdings hat genau dieses Kunststück jüngst eine Fremdenverkehrsvereinigung geschafft ...).


 Die Kosten 

Antrag, Zuteilung und Nutzung

Die Rufnummer wird bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) beantragt. Die Gebühren der RegTP betragen 62,50 Euro.

Nachdem die RegTP die Rufnummer zugeteilt hat (das dauert etwa zwei bis drei Wochen), kann die Rufnummer von einem Anbieter ("Provider") freigeschaltet werden, hierfür fallen nochmal etwa 30 bis 50 Euro an. Monatliche Grundgebühren werden in der Regel nicht erhoben. Die Servicerufnummer wird in einer "Vermittlungsstelle" auf eine bestehende Festnetz- oder Mobilfunknummer aufgeschaltet.

Servicerufnummer lebenslang?

Im Gegensatz zu 0700er Rufnummern wird eine 0180er Rufnummer nicht dauerhaft vergeben, bei Nichtnutzung fällt sie an die RegTP zurück.

Eine bei der Regulierungsbehörde beantragte Servicerufnummer wird zunächst für 6 Monate vergeben. Werden keine Anrufe über diese Rufnummer verbucht, fällt sie danach an die RegTP zurück. Bei 0180/0800/0900 erwartet die Regulierungsbehörde, dass die Nummer innerhalb von 90 Tagen bei einem Provider geschaltet wird. Innerhalb weiterer 90 Tage sollte diese Nummer auch genutzt werden.

Hinweis:
In obigem Text ist der "Anbieter" (Provider) einer Servicerufnummer das Unternehmen, das die technische Infrastruktur zur Verfügung stellt, also ein Telekommunikationsunternehmen. Der "Inhaber" der Nummer ist der, der sie nutzt, beispielsweise ein Versandhaus. Der "Anrufer" ist die arme Socke, die die Telefongebühren bezahlt :-(.


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